FDP-Gemeindeverband Morbach
Polizei-Inspektion bleibt

MORBACH. (iro) Die Morbacher Polizei-Inspektion soll bleiben. Das forderte der Ortsbeirat einstimmig in einer Resolution an den Ministerpräsidenten Beck und Innenminister Bruch.
Ortsvorsteher und Ratsmitglieder legen "schärfsten Protest" gegen alle Überlegungen ein, die Morbacher Polizei-Inspektion in eine Wache umzuwandeln, heißt es in der Resolution wörtlich. Das Gremium reagiert damit auf entsprechende Gerüchte, die in Morbach kursierten (der TV berichtete). Der entscheidende Unterschied: Wachen sind in der Nacht üblicherweise nicht besetzt. Die Kommunalpolitiker befürchten, dass die Sicherheit der Bürger nicht im notwendigen Maß gewährleistet sei.

Gerade die Vorkommnisse wie Schlägereien, Einbrüche und Drogendelikte in den vergangenen Wochen zeigen, wie wichtig die Präsenz der Polizei in den Nachtstunden sei.

Angesichts des permanent steigenden Verkehrsaufkommen vor allem auf den Bundesstraßen B 327, B 269 und B 50 hält man es im Gremium für erforderlich, dass die Einsatzkräfte wie bisher zu jeder Tages- und Nachtzeit schnell vor Ort sind. Auch die Betriebe in der Einheitsgemeinde gehen von schnellen Erreichbarkeit der Beamten aus. "Berücksichtigen Sie bitte unsere Bedenken und lassen Sie unsere Polizeiinspektion, die in unser örtliches Zusammenleben fest integriert ist, weiterhin bestehen", appellieren die Ortsbeiratsmitglieder wörtlich. Mit dem Appell verbunden ist auch die Forderung, die Mannstärke in der Dienststelle auf einem Niveau zu belassen, die eine Rund-um-die-Uhr-Besetzung ermöglicht.

Erforderlich seien mindestens 24 Beamten, die in Wechselschichten arbeiten, sagte Bürgermeister Gregor Eibes. Hinzu kommen beispielsweise Kontaktbeamte und der Dienststellenleiter, die nicht in Wechselschicht arbeiten. Derzeit arbeiten weniger als 30 Beamte in Morbach.

Statement der FDP:

Für die Pläne der Landesregierung haben wir kein Verständnis. In einer Gemeinde wie Morbach wird dringend ein funktionierendes Polizeiwesen mit stetiger Erreichbarkeit rund um die Uhr benötigt. Das zeigen die Vorkommnisse der letzten Monate mit steigender Einsatzzahl eindeutig. Der Resolution des Ortsbeirates schließen wir uns an und versuchen gleichzeitig über die FDP-Landtagsfraktion Einfluss zu nehmen.

Ergänzung:

Auf Anfrage der Liberalen teilte Herr Staatsminister Bruch am 14.03.2007 mit, dass einer Umwandlung der SPI Morbach in eine Polizeiwache nicht zur Debatte stehe.

Wie im Kindergarten

Leserbrief aus dem Trierischen Volksfreund vom 03.09.2005

Zum Bericht "Modernes Entree für eine moderne Gemeinde" vom 22. August 2005:

Nun ist er also fertig, der Morbacher Kreisel. Er hat die "wohl überflüssigste Ampel in ganz Rheinland-Pfalz" abgelöst.

Aus verkehrstechnischer Sicht sicherlich eine der besten Entscheidungen, die seit langem in Morbach getroffen wurden. Den Schlusspunkt aber, das "i-(M)Tüpfelchen", kann man seit dem 20. August 2005 bestaunen. Ich hab das auch getan, und zwar von mehreren Stellen/Blickwinkeln aus. Aber wo ich auch immer gestanden und geschaut habe, ein "M" konnte ich nicht erkennen. Logisch, denn es handelt sich ja auch um ein liegendes "M".

Aber immerhin, in den Farben des "M" sind die Wappenfarben aller 19 Ortsbezirke vorhanden. Ist ja auch nicht schwierig; man verwende möglichst viele Farben und schon ist das Problem gelöst.

Ich denke, dass die Kindergartenkinder der EG Morbach ein ebenso farbenfrohes "Monument" hätten gestalten können, allerdings wesentlich kostengünstiger als es der international bekannte R.O. (was heißt das eigentlich?) Schabbach getan hat. Abschließend noch ein Vorschlag: Man könnte doch im angrenzenden Gelände des Kreisels einen Aussichtsturm errichten, von dem aus man dann das "liegende M" auch als solches erkennen kann.

Aus Gründen des Datenschutzes wurde der Name des Verfassers an dieser Stelle entfernt

 

Trierischer Volksfreund, intrinet.de - 22.06.2005 Morbach: Ortsbeirat entscheidet sich für Skulptur am Kreisel

Der Ortsbeirat Morbach hat am Dienstag Abend entschieden: Eine Skulptur des Hundheimer Künstlers R. O. Schabbach soll künftig am Morbacher Kreisel stehen. Sein liegendes „M“ aus Plexiglas machte das Rennen. Die Skulptur soll 13000 Euro kosten.

Statement der FDP: Der Vorstand des FDP-Gemeindeverbandes Morbach hat sich in seiner Sitzung am 10. Mai 2005 einstimmig gegen die Errichtung eines Kunstwerkes auf dem Morbacher Kreisel ausgesprochen. Der Vorstand sprach sich stattdessen für eine aufsehenerregende Hinweistafel zu Gunsten des Ortskerns aus, die flexibel gestaltbar ist (z. B. durch digitale Buchstaben/Zahlen, etc.). Um jedoch auch den anscheinend zahlreichen Kunstliebhabern unter den Ortsbeiratsmitgliedern gerecht zu werden, könne man sich kostenlosen Skulpturen namhafter Künstler als Leihgaben bedienen.

 

Unterrichtung über die Sitzung des Ortsbeirates Morbach am 28. Februar 2005

- Öffentliche Sitzung -

Zu Punkt 2: Gestaltung der Mittelinsel des Kreisverkehrsplatzes B 269/ L 160/ K 122

Sachverhalt:

Die Straßenbauarbeiten zur Herstellung des Kreisels im Knotenpunkt B 269/ L 160/ K 122 im Morbacher Dreieck sind abgeschlossen.

Nun gilt es die Mittelinsel zu gestalten. Zur Sammlung erster Gestaltungsvorschläge fand hierzu eine Besprechung mit dem Landesbetrieb Straßen und Verkehr (LSV) Trier, dem Ortsvorsteher und seinen Stellvertretern, dem Gärtnermeister vom Bauhof und Vertretern der Verwaltung statt.

Tenor der Besprechung war, dass der Kreisverkehrsplatz als das "Tor zu Morbach" angesehen wird und deshalb die Gestaltung der Mittelinsel repräsentativ und damit ein Aushängeschild für Morbach sein soll. Andererseits soll sich der Unterhaltungs- und Pflegeaufwand in Grenzen halten.

Vor diesem Hintergrund hat der LSV Trier zwei Bepflanzungsvorschläge erarbeitet, deren Umsetzung federführend durch den Landesbetrieb Straßen und Verkehr (LSV) Trier erfolgt. Beide Vorschläge berücksichtigen eine Kombination von Pflanz- und Kiesflächen. Als Pflanzgut werden die Bodendeckerrose "The Fairy" und Lavendel empfohlen. Diese Pflanzarten sind in den öffentlichen Grünflächen Morbachs vorherrschend und sollen zur Harmonisierung des Gesamtbildes auch im Kreisel zur Anwendung kommen. Ferner ist die Pflanzung einzelner Säuleneichen vorgesehen. Als äußerer Ring wird ein zwei Meter breiter Rasenstreifen vorgeschlagen. Die Inselmitte soll kreisförmig (Durchmesser ca. 6 m) mit Efeu bepflanzt werden.

Die Kosten der Pflanzmaßnahmen einschließlich der einjährigen Fertigstellungspflege und einer zweijährigen Entwicklungspflege unterliegen laut Vereinbarung der Kostenteilung. Die anschließende Unterhaltung obliegt der Gemeinde Morbach allein. Die Kosten für die Errichtung und Unterhaltung von Gestaltungsmaßnahmen, die über die Bepflanzungsmaßnahmen hinausgehen (z.B. Gestaltungssteine, Steinflächen mit Einfassungen, Wasserfontäne, Kunstwerke, etc.) sind von der Gemeinde zu übernehmen.

Ferner wurde ohne endgültige Festlegung diskutiert, einen einzelnen oder vier Quarzhitblöcke mit oder ohne Aufschrift in der kreisförmigen Mitte der Insel (Durchmesser ca. 6 m) zu positionieren.

Der Künstler Rolf Olaf Schabbach, Morbach-Hundheim, hat vorgeschlagen, die Inselmitte mit einer Hinterglasmalerei auf Plexiglas zu gestalten. Hierzu hat er einen Vorschlag erarbeitet und die Kosten mit 13.300,00 Euro angegeben.

Verwaltungsseitig wird vorgeschlagen, dem Pflanzvorschlag Nr. 2 zuzustimmen. Dabei sollte auf den 2 m breiten Rasenstreifen wegen des zusätzlichen Unterhaltungsaufwandes verzichtet und hierfür die Pflanz- und Kiesflächen bis an den Rand der Mittelinsel ausgebildet werden.

Beschluss:

Dem Verwaltungsvorschlag wird nicht gefolgt. Der Ortsbeirat spricht sich dafür aus, dass die Gestaltung der Mittelinsel repräsentativ für den Ort Morbach sein soll. Auch besteht Übereinstimmung darin, dass der Inselmittelpunkt künstlerisch gestaltet wird.

Die Verwaltung wird beauftragt, die Gestaltung des Inselmittelpunktes mit einem Kunstgegenstand beschränkt auszuschreiben. Es sollen maximal drei Vorschläge von Künstlern aus der Region zur Auswahl kommen. In der Ausschreibung sind klar zu definierende Kriterien anzugeben. Der Komplettpreis des Werkes (Entwurf, Modell und Lieferung) soll einen Kostenrahmen von bis zu 15.000 Euro nicht überschreiten.

Art und Umfang der Bepflanzung soll nach dem Kunstgegenstand des Inselmittelpunktes ausgerichtet und zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden.

Beschlussergebnis:

Jastimmen: 14, Neinstimmen: 0 Stimmenthaltungen: 0

Unser Statement:

Den Kreisel mit einem Kunstwerk zu bestücken halten wir für schlichtweg überflüssig. Er ist eine verkehrstechnische Einrichtung, die zweckmäßig und gut ist – mehr aber auch nicht. Eine standardmäßige Bepflanzung mit niedrigen Pflanzen, damit die Übersichtlichkeit nicht leidet, ist völlig ausreichend. Weiterhin lenkt ein Kunstwerk nur vom Verkehrsgeschehen ab. Es gibt einfach keinen Grund für diese Verschwendung von Geldern. Bei Beteiligung der FDP im Rat hätte es wenigstens eine NEIN-Stimme gegeben – nämlich die der Liberalen. Eine FDP-Liste für den kommenden Ortsbeirat aufzustellen erscheint uns immer dringlicher.

 

 

Top  |  Zuletzt aktualisiert am: 20.05.2012